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Leadership in sich verändernden Schulumwelten

Thema:

Kontextbedingungen von Schulleitungshandeln

 

Projektbeschreibung:

Die mit der Neuen Steuerung intendierte "doppelte" Verantwortung von Schulen ‑ Teilautonomie und Rechenschaftspflicht ‑ hat die Aufgaben von Schulleitungen stark verändert. Schulleiter übernehmen Managementaufgaben und setzen die qualitätsorientierte Eigensteuerung ihrer Schule nicht nur um, sondern gestalten diese auch selbst. Entsprechend der jeweiligen Rahmenbedingungen in den Bundesländern müssen Schulleiter in unterschiedlichem Maß Kompetenzen in zentralen Handlungsfeldern, etwa Personalführung, Unterrichtsentwicklung und Verwaltungsaufgaben, ausbilden. Vor dem Hintergrund der veränderten Aufgaben von Schulleitung und der Rollenverschiebung "vom Verwalter zum Gestalter" hat die Frage, welche Handlungsfelder Schulleiter besonders beanspruchen, verstärkt Eingang in die Leadership-Forschung gefunden (vgl. Brauckmann 2014, Brauckmann/Herrmann 2013).

Auffällig ist jedoch, dass der Zusammenhang von sich verändernden Kontexten, in denen Schulleiter agieren, und schulischem Führungshandeln in der Leadership-Forschung nur selten zum zentralen Untersuchungsgegenstand erhoben wird (vgl. Brauckmann/Schwarz 2014). Auch wird von wissenschaftlicher Seite die Kritik geäußert, dass durch formale Professionalisierungsangebote einheitlich "designte" Schulleiter produziert würden, die dann nicht in ausreichender Weise auf die Spezifität ihres einzelschulischen Handlungskontextes reagieren könnten. Kontextinformationen werden bislang aus qualitativen (Schulportraits) oder aber quantitativen (Schulleiterbefragung) Datenanalysen gewonnen und beziehen sich überwiegend auf die Ebene der Organisation (z.B. Schulgröße, Schulform, sächliche und personelle Ressourcen) und nur selten auf Rahmenbedingungen des weiteren Schulumfeldes (z.B. zum schulnahen Umfeld oder zur Konkurrenzsituation der Schule). Wir verfolgen in diesem Projekt das Ziel, die möglichen Wirkungen dieses erweiterten Kontextes auf Schulleitungshandeln zu untersuchen und zu bewerten.

 

Mitarbeiter:

Alexandra Schwarz

 

Kooperationspartner:

Stefan Brauckmann

 

Zeitraum: 2013-2016

 

Veröffentlichungen:

Brauckmann, S., Schwarz, A. (accepted): No time to manage? The trade-off between relevant tasks and actual priorities of school leaders in Germany. To appear in: International Journal of Educational Management, 2015.

Brauckmann, S. & Schwarz, A. (2015): Ganztagsschule und Schulleitung - Zur Rolle des Schulleiters bei der Einfüuhrung und Entwicklung des Ganztagsschulbetriebs. Lernende Schule, Nr. 69, S. 42-46. [Link]

Brauckmann, S., Schwarz, A. (2014): Autonomous leadership and a centralised school system - an odd couple? Empirical insights from Cyprus. In: International Journal of Educational Management, 28(7), 823-841. [Emerald Link]

Brauckmann, S. (2014). Der lange Weg vom Verwalten zum Gestalten. Schulleitungshandeln zwischen erweiterten Rechten und Pflichten – Vorgehen und Ergebnisse der SHaRP-Studie. In: DIPF informiert, Heft Nr. 21 (September 2014), S. 11-13. [download]

Brauckmann, S. & Herrmann, C. (2013). Belastungserleben von Schulleiterinnen und Schulleitern im Rahmen erweiterter schulischer Eigenständigkeit - erste empirische Befunde aus der SHaRP-Studie. In: van Ackeren, I./ Heinrich, M./ Thiel, F. (Hrsg.): Evidenzbasierte Steuerung im Bildungssystem. Befunde aus dem BMBF-SteBis-Verbund. Die Deutsche Schule (12. Beiheft), S. 172-197.

 

Gefördert durch:

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